Urkost von Franz Konz

Urtherapie ist das Stichwort, wenn man über Franz Konz spricht. Er hat sich einen Namen mit seinen Steuertricks gemacht. Franz Konz war Steuerinspektor und bekam in jungen Jahren (ich denke so mit 30) Magenkrebs. Als er erkannte, dass ihm die Schulmedizin nicht helfen konnte, verließ er auf eigenen Wunsch das Krankenhaus. Durch viel Lesen und Recherchieren entwickelte er die Urtherapie und heilte sich damit selbst von seinem Krebs, obwohl sein Magen bereits halb zerstört war.
Franz Konz studierte die Lebensweise unserer Vorfahren, als das Feuer noch nicht entdeckt war. Er fragte sich, was haben unsere Urväter gegessen, wie haben sie den Tag verbracht und wie haben sie sich bewegt?
Außerdem betrachtete er, wie sich unsere nächsten Verwandten, die Affen, ernähren.
Die richtige Ernährung besteht in der Hauptsache aus frischen Früchten, vor allem Tropenfrüchten. Dazu solle man ausreichend Wildkräuter zu sich nehmen. Wildkräuter sind dem Kulturgemüse gegenüber was den Gehalt an Inhaltsstoffen angeht, weit überlegen. Insbesondere das reichlich enthaltene Chlorophyll ist für den menschlichen Körper sehr wichtig. Denn Grün ist Leben. Die Natur wird mit der Farbe grün in Verbindung gebracht. Schließlich sind im wilden Grün auch noch die für unseren Körper unentbehrlichen Bitterstoffe enthalten. Kochen ist nicht erlaubt, die Urkost besteht also aus 100% Rohkost.
Einen weiteren, wenn auch nur kleinen, Anteil an der täglichen Ernährung sollten zu guter letzt Nüsse, Samen und Wurzelgemüse einnehmen. Auch Ameisen, evtl. andere Insekten können nach Ansicht von Franz Konz auf dem Speiseplan stehen.
Für Franz Konz ist die tägliche Ur-Bewegung (hier gibt es spezielle Übungen) und ein ausgeglichenes Seelenleben mindestens genauso wichtig wie die Rohkosternährung.
Konz gründete den "Bund für Gesundheit" (siehe Links), von dem auch das Magazin "Natürlich leben" herausgegeben wird.
zu seinem Buch bei amazon.de: hier
Insgesamt ist das Buch empfehlenswert. Franz Konz deckt auf, mit welchen sinnlosen Methoden die Schulmedizin bis heute versucht, Krankheiten zu heilen. Man sollte sich dennoch nicht zu sehr reinsteigern und zum fanatischen Konzianer werden (so wie es bei mir der Fall war). Offen für alles bleiben und sich nicht blind auf die Aussagen eines Autors verlassen. Wenn man genug Wildkräuter zu sich nimmt, sich dabei sehr gut fühlt, spricht natürlich nichts gegen die Urtherapie.
Doch die Praxis sieht auf Dauer anders aus, da viele nicht genug Wildkräuter zu sich nehmen. Evtl. Probleme werden dann mit Entgiftung entschuldigt. Oberstes Gebot: auf seinen Körper hören!
Ach ja, natürlich ist rohes Fleisch, Eier und Milchprodukte tabu!
Aktualisiert ( Donnerstag, den 31. Dezember 2009 um 06:44 Uhr )


