Henning Müller-Burzler

Henning Müller Burzler, Heilpraktiker aus Bad Tölz, hat sich selbst von seinen schweren Allergien geheilt. Er hat herausgefunden, dass man die Verdauungskraft (und somit auch die Gesundheit) mit einer Kombination von Nüssen mit einer Sorte Obst oder/und angekeimtes Getreide mit sortenreinem Olivenöl aufbauen kann.

Die Nahrung muss vollständig verflüssigt werden, das erreicht man durch 150-200 Mal kauen. Das Ganze sollte nur auf leeren Magen geschehen. Außerdem ist die Kombination von Nüssen mit Salz oder Nüssen mit Getreide strikt zu vermeiden (ebenso Getreide mit sauren Früchten, Getreide mit Zucker und Gemüse mit sauren Früchten)! Diese Kombinationen können die Darmflora sehr stark schädigen. Henning Müller Burzler hat auch eine eigene homepage mit Forum. Sehr zu empfehlen.

 


Henning Müller-Burzler hat das Buch: Auf den Spuren der Methusalem-Ernährung geschrieben.
Ich denke, dass dieses Buch eines der wichtigsten in meinem Leben bisher ist. Es hat mir die Augen geöffnet und meinen Fanatismus ablegen lassen. Über die Grundlagen der Ernährung nach Müller-Burzler können Sie hier lesen..

Zu seinem Buch bei amazon.de: hier


3. Trennkoststufe nach Henning Müller-Burzler

Was bewirkt diese Ernährung, was ist der Hintergrund?

Sie wird als 3. Trennkoststufe bezeichnet und beinhaltet eine Sorte Frucht zusammen mit rohen Nüssen und angekeimtes Getreide mit sortenreinem Olivenöl. Wer diese Stufe erreicht hat, kann laut H. Müller-Burzler Vitamine, Mineralstoffe und essentielle Aminosäuren selbst synthetisieren. Doch bis zu dieser Stufe ist es ein weiter Weg, denn erst muss der ganze Körper entgiftet und die Darmflora und Verdauungskraft aufgebaut werden. Wer zu früh auf diese Stufe übergeht kann mit großen Entgiftungskrisen rechnen und evtl. sich sogar damit schädigen. Meist ist der Körper gar nicht in der Lage, die Gifte heraus zu befördern, d.h. vor allem die Leber ist überlastet, man spricht dann vom sogenannten Leberstau.

 

Entgiftung und Heilung durch die Aufbaunahrung

Rohkost allein entgiftet natürlich den Körper. Das wissen alle, die schon Erfahrung mit Rohkosternährung haben. Doch Müller-Burzler hat herausgefunden, dass bestimmte Kombinationen von Nahrungsmitteln den Körper perfekt entgiften können und zugleich die Verdauungskraft aufbauen, wenn diese auf leeren Magen gegessen und mind. 150 mal gekaut werden! Zugleich wird natürlich das Immunsystem gestärkt.

Diese Kombinationen sind:

 

Eine Sorte Frucht mit rohen Nüssen (z.B. Mandeln mit Apfel). Entgiftet und verbessert die Verdauungskraft für Eiweiß und Fett.

Angekeimtes Getreide mit oder ohne sortenreinem Olivenöl (z.B. angekeimter Weizen mit Olivenöl). Entgiftet und verbessert die Verdauungskraft für Kohlenhydrate.

Zu Beginn dieser Aufbau-/Entgiftungsnahrung beträgt die Nuss- und Getreidemenge 10 Gramm und wird 2-3 mal die Woche durchgeführt. Nach einer gewissen Zeit, wenn die Verdauungskraft sich gebessert hat, wird die Menge langsam erhöht, sollte aber 50 Gramm nicht überschreiten! Die Entgiftung wäre sonst zu stark.

 

Verdauungskraft

Die Verdauungskraft wird mit den oben beschriebenen Kombinationen verbessert, indem man jeden Bissen mindestens 150 Mal kaut (solange bis der Speisebrei weitgehendst verflüssigt ist). Das Ganze darf nur mit leerem Magen erfolgen.

Danach sollte mind. 1 Stunde (bei 10 gr. Nüsse/Getreide) bis 3 Stunden (bei 50 Gramm Nüsse/Getreide) gewartet werden, bis wieder was gegessen wird.

 

Die Eiweißverdauung wird mit der Kombination Frucht-Nuss bei mind. 150 Mal Kauen verbessert

Die Kohlenhydratverdauung wird mit der Kombination angekeimtes Getreide mit/ohne sortenreinem Olivenöl, auch mind. 150 Mal Kauen verbessert.

 

Die Verdauungskraft testet Herr Müller-Burzler kinesiologisch aus.

Die meisten Menschen haben eine schlechte Eiweißverdauung, gefolgt von Fett- und Kohlenhydratverdauungsschwäche.

Was sind die Folgen einer schlechten Verdauungskraft?

Wird zu viel von einer Nährstoffgruppe gegessen als der Körper verdauen kann, kommt es zu Gärung und Fäulnis im Darm. Es entstehen, besonders bei Eiweiß Gifte (z.B. Ammoniak), die unter Schwerstarbeit von der Leber abgebaut werden müssen. Dadurch wird das Immunsystem geschwächt und die Darmflora geschädigt. Als Folge entstehen Krankheiten wie Allergien, Krebs oder andere chronische „Zivilisationskrankheiten“.

Der ganze Organismus wird dadurch praktisch geschwächt.

Deshalb ist es wichtig, die Verdauungskraft zu stärken und die Darmflora aufzubauen.
Denn:

Die gesündeste Nahrung kann zu Gift werden, wenn der Körper diese nicht richtig verdauen und verwerten kann!


Eine Darmreinigung hält auch Müller-Burzler für sinnvoll.

Kombinationen

Es gibt bestimmte Kombinationen, die man meiden sollte. Denn diese schwächen die Verdauungskraft und schädigen die Darmflora:

 

Rohe Nüsse und rohes angekeimtes Getreide nicht mit Salz essen (auch kein Wasser mit hohem Mineraliengehalt)

Rohes angekeimtes Getreide nicht mit sauren Früchten essen.

Diese sollten wirklich streng eingehalten werden.

Salz

Salz ist nach Meinung von Müller-Burzler für unseren Körper sehr wichtig.

Ohne Salz wird keine Magensäure produziert. Ohne Magensäure keine Eiweißverdauung, denn diese beginnt im Magen!

Kochsalz sollte man natürlich nicht verwenden. Herr Müller-Burzler empfiehlt das Diamantsalz, Kristallsalz, Steinsalz oder Meersalz.

Salz ist NaCl (Natriumchlorid). Um über die Nahrung genug Salz aufzunehmen, müssen also vermehrt Nahrungsmittel mit einem hohem Natriumgehalt gegessen werden. Die notwendige Menge wird aber meistens nicht geschafft. Viel Natrium haben unter anderem Stangensellerie, Fenchel und Mangold.

Doch dürften gerade in Wildkräuter sehr große Mengen an Natrium vorhanden sein, deshalb haben Rohköstler mit einem sehr hohem Wildkräuteranteil gute Chancen auf eine normale Magensäureproduktion. Doch viele Rohköstler können nur sehr wenige Nüsse vertragen (so wie es bei mir war). Das kann daran liegen, dass zu wenig Magensäure vorhanden ist und/oder die Verdauungskraft für Eiweiß zu schwach ist. Deshalb sollte man Salz in bester Qualität regelmäßig zu sich nehmen. (evtl. bei hohem Wildkräuteranteil nicht notwendig).

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Aktualisiert ( Donnerstag, den 31. Dezember 2009 um 06:45 Uhr )